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DSC_0604Die Tische sind zusammengeklappt, die Markttage sind zu Ende. Am vergangenen Wochenende (siehe Vorbericht) fand in der Neobuchmessestadt Wien die zweite Auflage des rührigen BuchQuartiers statt.

DSC_0588Hier ist Vielfalt Programm: 80 namhafte und unbekannte Ausstellerinnen und Aussteller aus dem deutschsprachigen Milieu der Klein- und Independentverlage boten ihre Ware feil – in der Regel Bücher, darunter kunstvolle, dicke, dünne, kleine, bunte, fantasymäßige, queere, kluge, bibliophile, seltsame, neue und alte. Es wurden aber auch Postkarten, Hörbücher, Zeitungen, E-Books, Kochlöffel und anderes Beiwerk entdeckt. Eine Systematik aber nicht.

DSC_0590Am Markt wird gezeigt, was man hat, die Verkaufstische wurden aufs Schönste vollgepackt, bei den einen überschaubarer, andere mochten es eng. Manch ein Buch kam so wahrscheinlich überhaupt zum ersten Mal unter die Leute. Es gab Verlage, die Schwerpunkte setzten, andere bauten auf bekannte Autorinnen und Autoren (auch mit Wienbezug) aus ihrem Programm.

Der Publikumszuspruch war erfreulich, den Verlagsmenschen gegenüber gab man sich zutraulich und interessiert, die sieht man hinter den Büchern ja sonst nicht; man kam ohne und ging mit Erstandenem im Gepäck. Zu wandeln galt es gerade einmal zwischen zwei Markthallen, in der gleißend-weißen und kühleren Ovalhalle fand man die Weite und Luft, die in der wärmeren und engeren Arena 21 fehlte. Die Kunstbücher hatten sich genau zwischen beiden Stätten platziert. Ein spezifischer Sound stellte sich in beiden Hallen ganz von allein ein, Textfetzen von Lesungen auf den offenen Bühnen vermischten sich mit dem Stimmengewirr der Anwesenden.
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Fotos: sw; Corinna Antelmann liest aus VIER (Septime Verlag 2014); Erwin Uhrmann liest aus Ich bin die Zukunft (Limbus Verlag 2014); Christoph Haacker vom Arco Verlag

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