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Hotlist Logo 2016Kurzvita der Assoziation A

Der Verlag entstand 2001 aus dem Zusammenschluss der Verlage Schwarze Risse, Berlin, und Libertäre Assoziation, Hamburg. Programmschwerpunkte sind das politische Sachbuch u.a. zu den Themen Flucht und Migration, soziale Bewegungen, Geschichte der Linken, Antifaschismus sowie avantgardistische Literatur.

SaZ_Einband_rz.inddDrei Fragen an die Verleger

Warum haben Sie sich entschieden, die Reportagen Spiel auf Zeit von Nina Schulz und Elisabeth Mena Urbitsch bei der Hotlist 2016 einzureichen? Was könnte sie zum beispielhaftesten Buch aus unabhängigen deutschsprachigen Verlagen machen?

Wir haben uns für diesen Titel entschieden, weil er in einfühlsamer Weise in Text und Bild überlebende NS-Verfolgte aus ganz Europa porträtiert, großartige Menschen, die bis heute um Anerkennung und Entschädigung kämpfen. Das Buch präsentiert die offenen Rechnungen der deutschen Geschichte und belegt, dass die sogenannte Wiedergutmachung mehr ein Mythos ist als Realität. Das außerordentliche Verdienst der Autorinnen ist es, dabei eine transnationale Perspektive einzunehmen und bislang vergessene und ausgegrenzte Opfergruppen in den Fokus zu rücken. Dadurch ermöglichen sie uns neue und wichtige Einsichten.

Was ist das Besondere an Ihrem Verlagsprogramm, an Ihrer Philosophie?

Um es an dem Buch zu verdeutlichen: Teil unserer Verlagsphilosophie ist es, denen eine Stimme zu geben, die in den Mainstreammedien nicht zu Wort kommen, und Themen aufzugreifen, die unbequeme Fragen stellen. Dabei orientieren wir uns an dem Leitbild der Emanzipation des Menschen aus ungerechten gesellschaftlichen Verhältnissen.

Rainer Wendling und Theo Bruns (Buchmesse 2013)

Rainer Wendling und Theo Bruns (Buchmesse 2013)

Was bedeutet für Sie unabhängiges Verlegen? Darf es weitergehen wie bisher?

Unabhängiges Verlegen bedeutet für uns die Publikation von Büchern, die dem skizzierten Leitbild entsprechen, ohne den kommerziellen Erfolg an die erste Stelle zu setzen. Wir wollen mit gesellschaftskritischen Sachbüchern und avantgardistischer Literatur in die zentralen Debatten unserer Zeit eingreifen. „Independent“ bedeutet für uns von der politischen Verortung dabei weiterhin „links“ – nicht nur im Zweifelsfall.
Wie bisher weitergehen darf es dabei nie. Die Linke bedarf neuer Antworten, wie eine solidarische Gesellschaft der Zukunft aussehen könnte. Und die Verlage müssen sich der Herausforderung des Publizierens in Zeiten der Digitalisierung stellen.

Die Assoziation A im Netz: Homepage I Facebook

Wir danken den Verlegern Rainer Wendling und Theo Bruns für Rede und Antwort und wünschen ihrem Verlag alles Gute!

(Senta Wagner)

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