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Kurzvita des Guggolz Verlags

Der Guggolz Verlag wurde 2014 von Sebastian Guggolz in Berlin gegründet, um vergessene oder übersehene literarische Klassiker des 20. Jahrhunderts aus Ost- und Nordeuropa in neuer Übersetzung zu veröffentlichen. Ziel ist es, Regionen, Sprachräume und Autoren auf der literarischen Landkarte sichtbar zu machen, die häufig nicht im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stehen. Der Guggolz Verlag beschränkt sich auf zwei Neu- und Wiederentdeckungen pro Halbjahr. Mit aktuellen Nachworten und einer ergänzenden Kommentierung wird die in die Literatur eingegangene historische, politische, kulturelle und sprachliche Vielfalt wieder lebendig gemacht.

cover_2016_mitchell__cmykDrei Fragen an Sebastian Guggolz

Warum haben Sie sich entschieden, den Band Szenen aus Schottland von James Leslie Mitchell bei der Hotlist 2016 einzureichen? Was könnte ihn zum beispielhaftesten Buch aus unabhängigen deutschsprachigen Verlagen machen?

Der erste und augenfälligste Grund für die Einreichung von Szenen aus Schottland von James Leslie Mitchell ist die herausstechend gute Übersetzung. Der eigentümliche Ton des Autors – mit Scots durchsetztes Englisch, in getragenem Ton von Land und Menschen berichtend – und der nicht weniger besondere Ton der Übersetzerin Esther Kinsky – selbst auch preisgekrönte Roman- und Lyrikautorin – gehen eine wunderbare Verbindung ein, die in der deutschen Übersetzung in große Sprachkunst mündet. Außerdem ist die Zusammenstellung des Bandes aus Erzählungen und essayistischen Texten zwar ungewöhnlich, in seiner Abfolge unter dem Titel Szenen aus Schottland aber wiederum so überzeugend, dass mit diesem schmalen, gerade mal 170 Seiten umfassenden Band die Vorstellung eines vergessenen schottischen Autors der 1930er-Jahre gelingt, und das in vielen Aspekten seines Lebens und Schreibens.

Was ist das Besondere an Ihrem Verlagsprogramm, an Ihrer Philosophie?

Der Guggolz Verlag widmet sich seit 2014 in sehr konzentrierter, fokussierter Weise genau Autoren wie James Leslie Mitchell und Texten wie den Szenen aus Schottland. Also Vergessenem, Unterschätztem, Ungewöhnlichem, im eigenen Land zum Klassiker gewordenen Autoren. Diese stellen wir erstmals oder in neuer Übersetzung den deutschen Lesern vor, überzeugt davon, dass diese vergangenen Autorenstimmen uns auch heute noch vieles zu sagen haben.

Sebastian Guggolz (Foto ©Juliane Eirich)

Sebastian Guggolz (Foto ©Juliane Eirich)

Was bedeutet für Sie unabhängiges Verlegen? Darf es weitergehen wie bisher?

Es muss unbedingt weitergehen wie bisher! Unabhängiges Verlegen heißt Verlegen aus Überzeugung und notfalls auch gegen Trends und gute Ratschläge – nicht aus marktstrategischen Gründen. Initiativen wie die Hotlist und die Kurt Wolff Stiftung helfen dabei, die unabhängigen Verlage sichtbarer zu machen – eine Aufgabe, die gar nicht hoch genug bewertet werden kann. Und auch der Buchhandel wird unabhängigen Verlagen und ungewöhnlichen Büchern gegenüber immer aufgeschlossener. Der Aufschwung der unabhängigen, kleinen Verlage, den wir spüren und von dem wir als recht junger Verlag profitieren, darf gerne noch so weitergehen!

Der Guggolz Verlag im Netz: Homepage I Facebook

Zur Besprechung des Hotlisttitels Szenen aus Schottland gehts hier.

Wir danken Sebastian Guggolz für Rede und Antwort und wünschen seinem Verlag alles Gute!

 

 

(Senta Wagner)

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