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Eine Kindheit in Afrika – erzählt von ‚einer der stärksten Stimmen der französischen Gegenwartsliteratur’ (SZ). In seinem neuen Roman zeichnet Alain Mabanckou anhand einer fantasievollen, hochkomischen Familiengeschichte das Porträt eines Kontinents, der sich zwischen kolonialer Vergangenheit und einstigen Freiheitsträumen neu erfinden musste.

„Witzig, schräg und reich an Schwänken.”
Ruthard Stäblein, Weltempfänger – Litprom-Bestenliste 26 (Frühjahr 2015)

Pointe-Noire, Ende der Siebzigerjahre. Der Kongo hat längst seine Unabhängigkeit erlangt, und der zehnjährige Michel strebt danach, es seinem Heimatland gleichzutun. Aber während die Radionachrichten vom Sturz des persischen Schahs berichten und von der Vertreibung der Roten Khmer, muss Michel sich um seine eigenen Krisenherde kümmern. Seine zwölfjährige Freundin Caroline verlangt mehr Aufmerksamkeit und droht, ihn für einen Angeber aus der Fußballmannschaft zu verlassen. Sein Onkel René, selbst ernannter kapitalistischer Kommunist, kommt zwar für Michels Schulbildung auf, schielt aber unverhohlen auf das Erbe der verstorbenen Großmutter. Und zu allem Überfluss hat ein Schamane Michels Mutter eingeredet, dass sie keine weiteren Kinder bekommen könne, weil ihr Sohn den Schlüssel zu ihrem Bauch versteckt habe …”
(Text: Verlagsbuchhandlung Liebeskind)

Alain Mabanckou wurde für den Man Booker International Prize nominiert, teilte sein deutscher Verlag vor einer Woche mit. Mit dem Preis wird alle zwei Jahre ein Autor für sein Gesamtwerk ausgezeichnet. Der Gewinner wird am 19. Mai in London bekanntgegeben.
In der Verlagsbuchhandlung Liebeskind liegen, in der Übersetzung von Holger Fock und Sabine Müller sowie von Andreas Münzner, die folgenden Romane Mabanckous vor: Black Bazar (2010), Stachelschweins Memoiren (2011) und Zerbrochenes Glas (2013).

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Alain MabanckouAlain Mabanckou wurde 1966 in der Republik Kongo geboren. Mithilfe eines Förderstipendiums verlässt er 1989 seine Heimat, um in Paris sein Jurastudium fortzusetzen. Danach Eintritt in einen französischen Wirtschaftskonzern, für den er fast zehn Jahre lang als juristischer Berater tätig ist. Während dieser Zeit erscheinen zwei Lyrikbände und sein Debütroman, für den er 1998 den Grand Prix littéraire d’Afrique noire erhält. Weitere Romanveröffentlichungen folgen, darunter 2003 African Psycho und 2006 Mémoires de porc-épic, für den er mit dem renommierten Prix Renaudot ausgezeichnet wird. Alain Mabanckou lebt abwechselnd in Paris und Los Angeles, wo er an der University of California französische Literaturwissenschaft lehrt.

Alain Mabanckou, Morgen werde ich zwanzig. Roman. Aus dem Französischen von Holger Fock und Sabine Müller. 368 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag. Verlagsbuchhandlung Liebeskind, München 2015. 22,00 Euro

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Ein Kommentar zu “Romane aus Frankreich (6): Alain Mabanckou Morgen werde ich zwanzig

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