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erbseninseln-07 Wenn sich Klein zu Klein gesellt, landet man, wie in diesem reizenden Fall, bei der Edition Krill und den Erbseninseln. Und da der kleine Verlag sich sowieso gern und in größeren Abständen um Nahrung kümmert (Krill bedeutet Walnahrung) passt das Ganze auch gut zusammen. Der Leser wird dabei kurzerhand zum „Hülsenfrüchtler“ ernannt.

Da auf den dänischen Eilanden besonders viel die Sonne scheinen und das Meer schön warm sein soll, wird hiermit empfohlen, nichts wie hin – im Gepäck die „Fernreportagen“ der Erbsenzählerin Doris Brockmann Die Erbseninseln. Zehn Passagen zur wohl kleinsten Inselgruppe Europas. Sie sind also der reich bebilderte Herbsttitel der Edition Krill. „Ein Fünkchen Wahrheit steckt in jeder dieser Passagen – mehrenteils sogar ein kapitaler Funke.“

„Mit gesundem Respekt vor den Fakten und gesundem Appetit auf eine Extraportion Seemannsgarn erzählt Doris Brockmann in dieser gewitzten Fernreportage über die dänischen Erbseninseln allerhand Begebenheiten aus den Bereichen Geschichte und Geographie, Flora und Fauna, Kulinarik und Bevölkerungsentwicklung, Kultur und Sport. Als da wäre zum Beispiel…

… wie die Inselbewohner auf die regelmäßig einsetzenden Touristenströme reagieren:

Kein Wunder, dass der ein oder andere Erbseninsulaner sich während der offiziellen Besichtigungszeit gerne in Kanonenbootsschuppen, Vorratskammern, Felsspalten, Töpferwerkstätten oder Kajüten aufhält und, sobald er die Eindringlinge endlich auf der Fähre Richtung Bornholm entschwinden sieht, ein Kreuzzeichen schlägt. Dann kommt er mit seinen fast 100 Freunden und Bekannten zusammen, trinkt ein Bier oder mehrere und schnackt über this and that, Absonderlichkeiten und das Immergleiche der forschen Ausflügler.“ (Text und Abbildungen: Edition Krill 2014)

Die Erbseninseln

  • Doris Brockmann: Die Erbseninseln. Wien: Edition Krill 2014. 96 Seiten.  Hardcover (Leinenband mit weißem Prägedruck und Banderole), zahlreiche Abbildungen. 19 Euro. Erscheint am 8. September 2014.

 

 

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